Was wir vorhaben

Unser Antrag zur Förderung der Vorhaben durch das Musicboard Berlin, der leider nicht bewilligt wurde. 

Der „Dorfplatz POP“ im Florakiez Pankow

Wilde 13 Festival | Unpluggedival | Unpluggedival de Luxe | Unpluggedival Sketches
Veranstaltungen für ein ganzes Jahr auf dem und um den „Dorfplatz POP“ im Florakiez, Berlin-Pankow. 

Worum es geht:

Das Unpluggedival mit seinen Ablegern wurde bisher ermöglicht durch das Engagement und durch die Förderung Einzelner, durch die Bereitschaft Vieler, ohne Festgagen aufzutreten, und durch die Gastfreundschaft der Veranstaltungsorte. Wir wissen, dass Musik ein Geschäft ist. Wir wissen auch, dass es einen Diskurs gibt: Berufsmusik und „der Wert der Musik und des Spielens“ versus „Musik ohne Festgagen, gegen Spenden, für ein Essen, für Getränke und für einen guten Abend“.

Wir nehmen diesen Diskurs an. Wir haben gute Gründe dafür: Musik ist immer wertvoll, egal wie gut oder auch nicht bezahlt. Musik ist eigentlich unbezahlbar: … für den Augenblick, wenn sich jemand beim Zuhören einfach mal kurz gut aufgehoben fühlt, … wenn ein Rhythmus vielleicht auch nur für wenige Takte die Lasten des Alltags trägt, … wenn sich Gesang und Gitarre, Klavier und Stimme, Bassist und Drummer, oder Geige und welches Instrument auch immer für einen Augenblick ineinander verlieben, weil sie sich gespielt und gehört fühlen, … wenn sich alle einfach mal zuhören, zur Ruhe kommen und mit sich und der Musik sind. Wir wollen das Erreichte im Kiez, in unserem Dorf etablieren. Zugänglich machen. Nachwuchs fördern. Kontakte, Bühnen und Begegnungen schaffen.

Wer wir sind:

Andreas Gerts und Thomas Leisner leben und arbeiten im Florakiez. Beide lieben Musik, spielen selbst in diversen Bands und bei Musikprojekten mit, mal laut, mal leise, und verbinden lokale Gegebenheiten und Strukturen mit den Möglichkeiten, Live-Musik niedrigschwellig vor Ort zu realisieren. Dass Beide langjährige und leidenschaftliche Schlagzeuger bzw. Percussionisten und Cajón-Spieler sind verbindet sie und sorgt für das richtige Tempo und einen guten Rhythmus.

Andreas Gerts

Studium „Soziale Arbeit” in Berlin und Weiterbildung zum systemischen Supervisor, Organisationsberater und -entwickler. Als Trommler und Cajón-Spieler in diversen Bands, als Supervisor und Anbieter von Workshops und Kursen in Berlin in eigener Praxis „_wortraum_“ und zu Hause als Papa von drei Kindern unterwegs.

Thomas Leisner

Studium „Visuelle Kommunikation” an der Universität der Künste, Berlin und Studium „Popularmusik – Schlagzeug” an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin, heute Teil der Universität der Künste. Als Musiker mit Bands in Europa unterwegs, als Lehrer und Tontechniker in Berlin im eigenen Studio „Delicious Drums – The Sound Kitchen“.

Was bisher geschah:

Eine Kiezgruppe bestehend aus Anwohnerinnen und Anwohnern aus dem Florakiez hatte 2016 die Idee und den Wunsch, in ihrem Kiez ein kleines Festival zu organisieren. Der mutige Gedanke brauchte zunächst noch einige Zeit, um zu wachsen. So entstand im Sommer 2017 zunächst die Idee, Musik im Rahmen kleiner Konzerte in die Läden rund um die Flora- und Görschstraße zu bringen. Zusammen mit 10 Orten, einigen Sponsoren und über 30 Solisten und Bands fand Ende Oktober 2017 das 1. Unpluggedival mit rund 700 Gästen statt, bei freiem Eintritt und auf Spendenbasis für die Musiker. In Abgrenzung zu bestehenden kommerziellen Festen wie dem „Florakiezfest“ oder dem „Pankefest“ sowie den relativ isoliert und wenig bis gar nicht kooperativ agierenden Machern des „Zimmer 16“ entstand ein völlig neues Format, das aus der Kraft des Kiezes und der Kreativität einiger Menschen einfach und schön funktionierte.

Im Januar 2018 schließlich trauten sich Andreas Gerts und Thomas Leisner nach dem erfolgreichen „Testlauf“ eines Unpluggedival an die Organisation und Durchführung eines Open Air heran: das erste „Wilde 13 Festival“ mitten auf der gesperrten Görschstraße im Florakiez. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Über 600 Menschen besuchten bei freiem Eintritt auf Spendenbasis zwei Open-Air-Konzerte mit insgesamt 12 Bands sowie zwei Satellitenkonzerte in Cafés nach dem Open-Air mit jeweils einem Singersongwriter. Auch das hat funktioniert, so dass mittlerweile verschiedene vielfältige Kiezangebote vor dem gleichen Hintergrund und mit der gleichen Kreativität und Motivation entstanden sind:

Unpluggedival – das lokale Festival (in der kalten Jahreszeit und indoor, dezentral):

www.unpluggedival.de (2017, 2018)

Wilde 13 Festival, powered by Unpluggedival (in der warmen Jahreszeit und outdoor, zentral):

www.wilde-13-festival.de (2018)

Unpluggedival de Luxe, die Konzertreihe (zwischen den Festivals, an verschiedenen Orten):

www.unpluggedival.de/category/de-luxe (2018)

Unpluggedival Sketches, die Ausstellung (mit Bildern vom Festival, an verschiedenen Orten):

www.unpluggedival.de/category/sketch (2018)

Was wir für 2019 planen:

Für 2019 planen wir den „Dorfplatz POP“ im Florakiez, mitten in der großen Stadt Berlin: Pankow Open Place – POP. Im Unterschied zu herkömmlichen Straßenfesten und Rummelplätzen liegt der Fokus des „Dorfplatz POP” auf Veranstaltungen über das ganze Jahr, bei denen es uns zwar um Kooperationen mit lokalen Persönlichkeiten, Institutionen oder Anbietern geht, die aber immer die Musik in den Mittelpunkt stellen, nicht den Kommerz. Wir möchten deutlich, sichtbar und hörbar machen, dass größtenteils unbekannte musizierende Einzelpersonen und Gruppen aus der Nachbarschaft zusammen mit Bands und Singersongwritern aus „dem Rest von Berlin” gemeinsam Konzerte und Veranstaltungen für den Kiez auf die Bühne bekommen, die von hoher künstlerischer Qualität zeugen, auch wenn die Akteure nicht immer professionelle Musiker sind. Aspekte der Inklusion sowie der Nachwuchsförderung kommen hier zum Tragen, wobei hier Nachwuchs nicht am Alter, sondern an der Symbiose aus Amateur- und Hobbymusik mit der Professionalität von Berufsmusikern indiziert und festgemacht wird.

Alle Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich. Diese Tatsache ist für uns selbstverständlich, wir wollen aber in Zukunft gerade diesen Aspekt in der Bewerbung der Konzerte hervorheben, weil er eben noch immer nicht für Jeden und für Jede selbstverständlich ist. In der Summe ist es uns wichtig, das Line-Up für die Veranstaltungen möglichst vielfältig zu gestalten und gleichmäßig zu verteilen, um somit neue Synergieeffekte für alle Beteiligten zu bewirken.

Die Veranstaltungen sind familientauglich, da sie zum Einen nicht laut sind, zum Anderen finden sie vor allem für die vielen Familien aus dem Kiez direkt vor der Haustür, auf dem „Dorfplatz in der Stadt” und somit in Laufweite, statt. Das gilt insbesondere für die verteilten Locations des Unpluggedival. Für das Wilde 13 Festival planen wir in einem Abstand von ca. 200 Metern zum Bühnenbereich eine temporäre, flexible Kinderbetreuung auf dem angrenzenden Spielplatz. Dabei kooperieren wir mit dem Verein „Dreiradwechsel e.V.“, der seit Jahren flexible Kinderbetreuungs- und Animationsangebote vor allem in Pankow anbietet.

Local Player und Unterstützer der Veranstaltungen:

Elena Jentsch: Sie übernimmt vor dem Festival Aushänge und Gespräche mit Anwohnerinnen und Anwohnern, sammelt Geschichten aus dem Kiez und kümmert sich um deren Ausstellung / Präsentation auf dem Festival, z.B. in Form von Lesesäulen. Elena Jentsch ist eine überzeugte und überzeugende “Dorfbewohnerin” und bringt die Leute zusammen.

Christian Badel von kikifax.com: Organisiert und führt Urban-Sketching-Kurse in Kooperation mit dem JUP (Jugendzentrum Pankow) und der Ossietzky-Oberschule vor dem Festival im April und Mai 2019 durch.

Wunder Musik Schule: Die örtliche, private Musikschule beherbergt aktuell die (Wander-) Ausstellung „Unpluggedival Sketches“, die Bilder zeigt, die im Rahmen des 2. Unpluggedival 2018 sowie des 1.Wilde 13 Festivals 2018 entstanden sind. Diese bereits bestehenden Werke sollen während des Wilde 13 Festivals als Plakatausstellung rund um den „Dorfplatz“ ausgestellt und zu sehen sein.

Das JUP e.V.: Das örtliche Jugendzentrum JUP e.V. ist aus der Szenerie nicht weg zu denken: Bereits im vergangenen Jahr kooperierte das JUP im Rahmen des Festivals, bot ein Essen in ihren Räumen unweit der Bühne und einen Stand in der Festivalstraße an und war darüber hinaus der Ort für die offizielle “After-Show-Party”, mit einem speziell nach Gesichtspunkten der Inklusion ausgesuchten Live-Act sowie DJanes, die nach 22 Uhr spielten und auflegten.

Von Poll Immobilien: Ein lokaler Immobilienbewerter mit einem großen Herz für Kunst und Musik! Er fördert seit 2017 das Unpluggedival und das Wilde 13 Festival und ermöglichte bisher die Deckung eines wesentlichen Teils der Kosten.

Rössle & Wanner: Der Bettenhändler am Ort stellte beim letzten Festival ein Bett vor die Bühne und war ein Veranstaltungs-Ort beim Unpluggedival: die Gäste lauschten der Musik im Liegen. Rössle & Wanner übernahm außerdem kleine Kostenfaktoren wie das Catering für die Bands während des Wilde 13 Festivals 2018.

Lokale Gastronomie, u.a. Die Bürgerstube Eiche: Während des Festivals stellt die lokale Gastronomie nicht nur ihre Speisen und Getränke, sondern auch ein Catering für Künstler/innen, Musiker/innen, Helfer/innen und Unterstützer/innen zur Verfügung.

Die Heyn-Höfe und das Café Fritz Heyn: Das Fritz Heyn übernahm im letzten Jahr das Wasser-Catering für die Bands und Helfer/innen bei 30 Grad +, und war beim Unpluggedival 2018 mit zwei Veranstaltungsorten im Café sowie in den Heyn Studios ein zuverlässiger Kooperationspartner.

Café Paula: „Die Paula“, wie sie im Kiez von allen liebevoll genannt wird, ist ein Hotspot für Familien und im Rahmen des Unpluggedival in beiden Jahren eine zuverlässige Partnerin, Bühne auf kleinstem Raum und Unterstützerin der Musik im Kiez gewesen. Auf sie möchten wir im Rahmen der diesjährigen Ideen nicht verzichten. Sie auch nicht! Und: der erste Sketch von Christian Badel fand zufällig im Café Paula statt.

Musiker, Singersongwriter, Bands:

Durch die verschiedenen Veranstaltungen und Festivals ist bereits ein großes Netzwerk von Musikern, Singersongwritern und Bands entstanden. Diese kennen sich mittlerweile nicht nur von den hier beschriebenen Konzerten, sondern darüber hinaus aus weiteren Verabredungen in der Berliner Musikszene. Künstler wie Conor Kilkelly, Giorgio de Palo oder Like.Mint und Liv Summer waren in den vergangenen beiden Jahren und sind regelmäßig auftretende Gäste im Kiez und geben sich mit Künstlern aus dem Kiez die Klinke in die Hand. Man kennt sich im Dorf, musiziert zusammen und unterstützt und bereichert sich gegenseitig. Bislang sind diese Musikerinnen und Musiker Unterstützer des Unpluggedival, weil sie bereit waren und sind ohne Gagen zu spielen. Wir haben von unseren Künstlerinnen und Künstlern ein sehr positives Feedback. Sie fühlen sich gut aufgehoben und betreut. Hauptgrund für eine Förderung des Unpluggedival ist es aber jetzt, ihnen über eine angemessene Betreuung hinaus auch eine angemessene Gage zahlen zu können.

Die Veranstaltungen konkret | März bis Dezember 2019

Unpluggedival de Luxe in der Wunder Musik Schule

23.3.2019 | Giorgio de Palo und Band | Support: Giada Boe (Italien)

Giorgio des Palo war schon mehrfach zu Gast beim Unpluggedival und bei Konzerten in dessen Umfeld. Wir lieben seine Musik, und er hat es sich nicht nehmen lassen seine erste EP „First Waves“ im Rahmen eines Konzertes bei uns vorzustellen. Er wird dabei unterstützt von der Singersongwriterin Giada Boe aus Rom.

27.4.2019 | Conor Kilkelly, Lisa Akuah und Lane of Lion | Cover a Song!

Diesen Abend werden gleich drei Acts mit musikalischen Leckerbissen füllen. Nicht genug damit, dass gleich drei Acts sich bereit erklärt haben in diesem geradezu hausmusikalischen Rahmen gemeinsam aufzutreten. Um die Idee der Vernetzung zu stärken werden sie auch jeweils einen Song eines der anderen Künstlerinnen bzw. Künstler covern. Wir sind sehr gespannt und randvoll Vorfreude!

24.5.2019 | Mikadu Delivery

Wenn ein Orthopäde, ein Binnenschiffer, eine Ärztin, ein Lehrer für Physik und Mathematik und ein Sozialarbeiter aus dem Florakiez bzw. Pankow-Zentrum ihre Lieblingssongs nachspielen und sogar die Geschichten zu den Liedern kennen und erzählen, ist das ein bisschen wie Musikgeschichte live. Die weite Welt der Musik aus dem Kiez findet sich wieder: im Kiez.

2. Wilde 13 Festival 2019

31.5. bis 2.6.2019

Eine Open-Air-Bühne auf der Görschstraße: Geplant sind zwei Abende (Freitag und Samstag) mit jeweils 5 Acts auf der Open-Air-Bühne, jeweils einer Satellitenveranstaltung indoor nach dem Open-Air an einem Ort in Laufweite der Bühne, ein musikalisches Brunch am Sonntag auf dem Festivalgelände. Außer der Bühne gibt es noch einen Backstage-, Material- und FP-Bereich und eine Sponsorenfläche. Vor der Bühne gibt es Platz mit Sitz- und Tanzflächen, 8-10 Marktständen mittig auf der Straße (der „Dorfplatz POP“), um den man herumgehen kann, zusätzliche Sitz- und Loungeflächen zum Essen, Trinken, Zuhören und Entspannen an den Ständen bzw. auf den Bürgersteigen. Außerdem eine Fläche für Kinder mit flexibler Kinderbetreuung auf dem Spielplatz, der am „Dorfplatz POP“ anliegt.

Nach dem letzten Konzert auf der Open-Air-Bühne soll wie im vergangenen Jahr im Jugendzentrum JUP, das an das Festivalgelände angrenzt, eine After-Show-Party mit einem Live-Act und DJs und DJanes aus der LGTB-Community stattfinden. Die Auswahl der Acts wollen wir wieder den Expertinnen und Experten aus dem JUP überlassen. Zum Ausklang des Festivals findet am 2.6.2019 am Vormittag ein Brunch auf der Straße statt, dazu unplugged Musik von 1 bis 2 Acts. Nachbarn sind eingeladen zusammen zu frühstücken, alle bringen was mit. Und räumen anschließend ihren Dorfplatz POP gemeinsam wieder auf.

Das Festival soll für Alle und Jeden so barrierefrei wie möglich zugänglich sein, unter den Regeln eines respektvollen, fairen und friedlichen Miteinanders, die wir in unseren Hausregeln definiert haben. Dazu soll auch beitragen, dass kein Eintritt erhoben wird, sondern von einem Team des Festivals Spenden gesammelt und dafür Festival-Bändchen bzw. Buttons verteilt werden. So vermeiden wir den Ausschluss weniger Bemittelter Anwohnerinnen und Anwohner, den Aufwand der Absperrung und das ausgrenzende Bild eines Zaunes, der sich nicht mit dem Konzept des „Dorfplatz POP“ vereinbaren ließe.

Mit folgenden Bands und Musikern würden wir gerne die Festivalbühne an den beiden Abenden besetzen. Wir haben bei der Auswahl darauf geachtet, das Künstlerinnen und Künstler aller Geschlechter und Nationalitäten möglichst bunt gemischt sind.

Conor Kilkelly (Irland, Mann), Kati Brien (Deutschland, Frau und Mann), Pankow Dance Society (Kanada, Italien, Deutschland, eine Frau, zwei Männer, Schlagzeugerin und Bassist wohnen „neben der Bühne“ in der Görschstraße), Suzy Va (Deutschland, Frau), Lane of Lion (Deutschland, drei Frauen, ein Mann), Baumwolle (Frankreich, eine Frau und ein Mann), Sebastian Block (Deutschland, Mann), Ukulele Orchester Pankow (gemischte Nationalitäten, überwiegend Frauen), Dani Jané (Spanien, Mann), Hidden Tracks (Deutschland, zwei Frauen, drei Männer, u.a. eine Sängerin und eine Schlagzeugerin), After Hours (Deutschland, Mann und Frau), Liv Summer (Schweiz, eine Frau), Kevin Ray (USA, ein Mann). Für die After-Show-Party im JUP: tba (Auswahl durch JUP, im vergangenen Jahr Lena Stöhrfaktor, Frau).

Wir planen außerdem in Zusammenarbeit mit dem Zeichner Christian Badel eine Zeichenaktion, bei der viele verschiedene Menschen aus dem Kiez den Dorfplatz und die Aktionen darauf in den Tagen vor und während des Festivals zeichnen. Es entstehen viele einzelne Bilder, die zu einem großen Wimmelbild am Rechner montiert werden. Eine separate Förderung für das Wimmelbild ist beim Kunst- und Kulturamt des Bezirksamtes Pankow von Berlin bereits beantragt, aber bis dato noch nicht beschieden. Christian Badel hat bereits während des 1. Unpluggedival 2017 einen ersten Sketch gezeichnet, eher zufällig, fast unbeabsichtigt. Entstanden ist damals die Idee, mittels der Methode des Urban Sketching die Musikerinnen und Musiker bei ihren Auftritten zu zeichnen. 2018 wurde diese Idee vom Kunst- und Kulturamt des Bezirksamtes Pankow gefördert. Entstanden ist die Wanderausstellung „Unpluggedival Sketches“ mit derzeit 26 gerahmten Bildern. Die Ausstellung kann nach ihrer Eröffnung im November 2018 derzeit in der „Wunder Musik Schule“ in der Görschstraße 50 besucht und betrachtet werden und ist als Wanderausstellung konzipiert, gedacht und ausleihbar.

Unpluggedival Sketches – die Ausstellung reloaded

September 2019

Die Wanderausstellung Unpluggedival Sketches wird um einzelne Bilder und Ausschnitte des Wimmelbildes vom Wilde 13 Festival erweitert bzw. ergänzt. Das Wimmelbild wird ebenfalls präsentiert und als Plakat mit der Szenerie des „Dorfplatz POP“ kostenlos erhältlich sein. Die Ausstellung wird mit einem Konzert in den Ausstellungsräumen im Kiez eröffnet.

3. Unpluggedival 2019

25. bis 27.10.2019

10-15 Orte stehen für die Auftritte von 30-40 Musikern/innen und Bands unplugged zur Verfügung: Läden, Cafés, Wohnzimmer, alles ist möglich und denkbar. Das Konzept entspricht bis auf einige Details exakt dem der vorausgegangenen beiden erfolgreichen Unpluggedivals. Auch die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler wird ähnlich vielfältig sein.

Die Idee ist im Wesentlichen, dass viele kleine und teilweise ungewöhnliche Locations an den beiden Abenden des Festivals jeweils zwei Konzerte beherbergen, die zwischen den verschiedenen Locations zeitlich versetzt beginnen, so dass das Publikum mit wenigen Schritten von Ort zu Ort wandern und dabei nicht nur verschiedene Musik, sondern auch vielfältige Orte und Menschen in der Nachbarschaft kennen lernen kann. Die Veranstaltungen haben den Charakter eines Haus- bzw. Wohnzimmerkonzertes, bei freiem Eintritt, verbunden mit der Aufforderung nach eigenem Ermessen direkt für die Musiker zu spenden. Alle Konzerte finden zu dieser späten Jahreszeit in geschlossenen Räumen statt. In den meisten Fällen sind die Musikerinnen und Musiker aber von der Straße aus sichtbar, so dass auch Menschen, die das Konzept des Unpluggedival noch nicht kennen, überrascht stehen bleiben und sich eingeladen fühlen können.

Abgerundet werden soll die 3. Auflage des Unpluggedival durch ein Brunch am 27.10.2019 mit leichter Musik und einem gemeinsamen Ausklang für alle, die wollen, in einem oder zwei der am Unpluggedival teilnehmenden Cafés.

Unpluggedival de Luxe

Oktober bis Dezember 2019

In den Monaten Oktober bis Dezember 2019 planen wir drei weitere Veranstaltungen im Rahmen der Konzertreihe „Unpluggedival de Luxe”. Die Künstler/innen stehen derzeit noch nicht fest. Wir werden diese jedoch im Rahmen des Wilde 13 Festivals und des 3. Unpluggedival hören, finden und herzlich einladen! Im Rahmen der „de Luxe“ Reihe erheben wir im Gegensatz zu den übrigen Veranstaltungen Eintritt, an dem die Künstlerinnen und Künstler direkt beteiligt werden.

Worum geht es denn jetzt noch?

Wir wissen immer noch, dass Musik ein Geschäft ist. Wir wissen auch immer noch, das es einen Diskurs gibt: Berufsmusik und „der Wert der Musik und des Spielens“ versus „Musik ohne Festgagen, gegen Spenden, für ein Essen, für Getränke und für einen guten Abend“. Wir nehmen diesen Diskurs immer noch an. Wir haben auch immer noch gute Gründe dafür: Musik ist und bleibt wertvoll, egal wie gut oder auch nicht bezahlt. Musik bleibt unbezahlbar, und sollte gerade deshalb auch bezahlt werden. Um diesem Ziel nicht nur durch unser persönliches Engagement, sondern auch durch eine konkrete, geförderte Finanzierung gerecht zu werden stellen wir diesen Antrag.

Berlin, den 30.01.2019

Andreas Gerts | Thomas Leisner

Dorfplatz POP

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