Familie und Jugend

Unser Antrag von Anfang 2020 beim Jugendamt Pankow im Rahmen der Fallunspezifischen Arbeit, Projekte Region West, der mit 5000 Euro Förderung für unsere Projekte des gesamten Jahres bewilligt wurde.  

Unpluggedival – das lokale Festival:

Unpluggedival, Unpluggedival de Luxe, Unpluggedival Caroussel, Unpluggedival Open Air: Veranstaltungen im Florakiez im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Kultur/Freizeit. Angefragt als Schirmherrin ist wieder Rona Tietje, Bezirksstadträtin für Jugend, Wirtschaft und Soziales

Geplante Laufzeit: 

1.3.2020 bis 30.11.202, es sind mehrere Termine und Veranstaltungen geplant. 

Geplante Termine: 

  • Unpluggedival de Luxe am 17.3., 21.4. 19.5., 16.6. 2020 in Kooperation mit Partnern aus dem Kiez
  • Unpluggedival Open Air zur Fête de la Musique am 21.6.2020, Flora- Ecke Görschstraße (angefragt bei der Fête de la Musique-Company)
  • Unpluggedival de Luxe am 18.8., 15.9., 20.10. 2020 in Kooperation mit Partnern aus dem Kiez
  • Unpluggedival – das lokale Festival vom 30.10 bis 1.11.2020 im ganzen Kiez, an bis zu 30 Orten bzw. Geschäften im Florakiez, mit rund 250 Musiker*innen aus Berlin-Pankow, aus Berlin und vielen überwiegend europäischen Ländern
  • Unpluggdival Caroussel am 27.11.2020 an 5 orten im Kiez mit anschließendem Jahresabschlussfest

Die Idee dahinter:

Veranstaltungen wie das Unpluggedival wurden bisher ermöglicht durch das Engagement und durch die Förderung Einzelner, durch die Bereitschaft Vieler, ohne Festgagen aufzutreten, und durch die Gastfreundschaft der Veranstaltungsorte. 

Wir wissen, dass Musik ein Geschäft ist. Wir wissen auch, dass es einen Diskurs gibt: Berufsmusik und „der Wert der Musik und des Spielens“ versus „Musik ohne Festgagen“, gegen Spenden, für ein Essen, für Getränke und für „einen schönen Abend“. Wir nehmen diesen Diskurs an. 

Wir haben gute Gründe dafür: Musik ist immer wertvoll, egal wie gut oder nicht (gut) bezahlt. Musik ist eigentlich unbezahlbar: … für den Augenblick, wenn sich jemand beim Zuhören einfach mal kurz gut aufgehoben fühlet, … wenn ein Rhythmus vielleicht auch nur für wenige Takte die Lasten des Alltags trägt, … wenn sich Gesang und Gitarre lavier und Stimme, Bassist und Drummer, oder Geige und welches Instrument auch immer für einen Augenblick ineinander verlieben, weil sie sich gespielt und gehört führen, … wenn sich alle einfach mal zuhören, zur Ruhe kommen und mit sich und der Musik sind. 

Wir wollen das bisher Erreichte im Kiez, in „unserem Dorf“ für Familien, für den Einzelhandel und für Musiker*innen etablieren. Zugänglich machen. Nachwuchs fördern. Kontakte, Bühnen und Begegnungen, Augenblicke und Frieden schaffen. 

Zielstellungen:

Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhaltes, des Kiezes und von Familie auf „ihrem Dorfplatz“ in der großen Stadt. Förderung lebensweltlicher Ressourcen im Kiez. Vernetzungsarbeit im Kiez. Vereinbarkeit von Familie und Freizeit/ Kultur („Ausgehen vor der Haustür“, ermöglicht durch die Mitnahme von Kindern bzw. temporäre Kinderbetreuungsangebote). Nachbarschaftliche und familientaugliche Veranstaltungen mitten im Kiez, an unterschiedlichen Orten im Kiez, teilweise bekannt, teilweise überraschen unbekannt in diesem Kontext. Frieden. 

Zielgruppen:

Orga-Team: Wir binden rund 30 Nachbarinnen und Nachbarn sowie bis zu 30 Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und lokale Institutionen in die Organisation und Durchführung der verschiedenen Veranstaltungen mit ein. 

Musiker*innen aus dem Kiez und aus anderen Stadtteilen: Es gibt eine Vielzahl von Nachbarinnen und Nachbarn, die als Amateure Musik machen. Zusammen mit professionellen Musiker*innen auch aus anderen Stadtteilen und sogar Ländern bestreiten sie die Konzerte im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungsformate. Die musizierenden Nachbarinnen und Nachbarn sind zwischen 5 (Kinderchor im Stadtteilzentrum Pankow) und 80 Jahre alt. Wir planen mit rund 300 Menschen, die die Bühnen und Orte im Kiez füllen. 

Familien aus dem Kiez und Gäste aus anderen Stadtteilen: Ausgehen „vor der Haustür“ geht für Familien vor allem dann, wenn man Kinder hat, die entweder gut betreut werden können oder aber mitkommen können. Wir ermöglichen beides und rechnen für alle Veranstaltungen mit rund 3000 Teilnehmer*innen und Besucher*innen. 

Pankow ist vielfältig und bunt: Daher Laden wir auch Musiker*innen aus anderen Ländern ein, bei uns zusammen zu kommen, Musik zu machen und sich in unserem Kiez zu treffen. 2019 folgten dieser Einladung zum 3. Unpluggedival 240 Musiker*innen aus dem Kiez und darüber hinaus aus 13 Ländern, überwiegend aus Europa (Polen, Finnland, Serbien, Spanien, Dänemark u.v.m.).

Kooperationspartner*innen: 

  • Gesobau-Stifung (in Bezug auf flexible Kinderbetreuungsangebote)
  • Christian Badel von kikifax.com, lokaler Comiczeichner, Illustrator und Künstler
  • Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Florakiez
  • Lokale Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, z.B. Café Paula, Brafinette, Kiekender, Floragarten, Blumenkönigin, Café Florentiner, La Paz, Buchsegler, Die Eiche, Iso 25 und Andere
  • Jup e.V., Zimmer 16, Wortraum, Stadtteilzentrum Pankow
  • Delicious Drums, Graphscape
  • Lokales Bündnis für Familie Pankow
  • Lokale Sponsoren wie Röwa – die Bettenmacher, Von Poll – Immobilien und Andere 

Geplante Aktivitäten: 

  • Unpluggedival de Luxe – die Konzertreihe: monatlich an 7 Terminen, u.a. im Zimmer 16
  • Unpluggedival Open Air zur Fête de la Musique: am 21.6.2020 auf einer Kleinkunstbühne
  • Unpluggedival – das lokale Festival: vom 30.10. bis 1.11.2020 an verschiedenen Orten (3 Tage)
  • Unpluggedival Caroussel: mit anschließendem jahresabschlussfest am 27.11.2020

Wir planen außerdem eine Zeichen- und Wimmelbildaktion im Rahmen des Unpluggedival im Herbst, bei der die Musiker*innen während des Unpluggedival beim Spielen gesketched, also zeichnerisch eingefangen, werden. Es entstehen viele einzelne Bilder, die zu einem großen Wimmelbild am Rechner montiert werden können. Die Montage kann als Poster gedruckt und kostenlos verteilt werden. 

Arbeitschritte: 

  • Februar und März 2020: Zusammenstellen des ehrenamtlichen Helfer-Teams für die Veranstaltungen. 
  • Februar und März 2020: Aufruf an Musiker*innen zum Mitmachen und Bekanntmachung der geplanten Veranstaltungen, Absprachen mit Einzelhändler*innen, Kooperationspartner*innen und Antragstellungen für Genehmigungen an relevante Behörden und Lizenzgeber*innen (u.a. Straßenverkehrsbehörde, Lebensmittelaufsicht, Emissionsschutz, Gema, Fête de la Musique Company). 
  • März 2020: Erstellung eines PDF-Manuals für Helfer*innen, Musier*innen und teilnehmende Orte zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen bzw. des Unpluggedival
  • März bis Juni 2020: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung der Konzertreihe Unpluggedival de Luxe in den Monaten März bis Juni 2020 mit den Vorbereitungen zur Fête de la Musique. Parallel dazu Organisation und Vorbereitungen zum Unpluggedival, zum Wimmelbild und zum Unpluggedival Caroussel. 
  • Juli bis August 2020: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung der Konzertreihe Unpluggedival de Luxe in den Monaten März bis Juni 2020 mit den Vorbereitungen zur Fête de la Musique. Parallel dazu Organisation und Vorbereitungen zum Unpluggedival, zum Wimmelbild und zum Unpluggedival Caroussel. 
  • September bis November 2020: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung des Unpluggedival und des anschließenden Unpluggedival Caroussel als Jahresabschlussfest. 
  • November 2020: Abrechnung und Dokumentation aller Veranstaltungen in Wort und Bild, Nachfrage und Ratings/Bewertungen durch alle Teinehmer*innen, Erstellung einer Zusammenfassung. 

Grundsätzlich sind in allen Monaten Februar bis einschließlich November monatliche Team- bzw. Helfer*innen-Treffen geplant, bzw. diese werden angeboten. 

Zu erwartende Ergebnisse: 

  • Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts, auch unter Aspekten der Diversität, der Inklusion und der Akzeptanz von verschiedenen Kulturen, Gebräuchen und Gedanken. 
  • Aufzeigen von Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Freizeit/Kultur.
  • Akzeptanz von Live-Musk im Kiez, drinnen und draußen, an gewohnten und ungewöhnlichen Orten. 
  • Weitere Kooperationen im Kiez, u.a. unter Einbezug des Einzelhandels, dessen Menschen und Familien oft selbst Musik machen. 
  • Verabredungen unter den Musiker*innen zum Musizieren. Verabredungen unter den Familien für Treffen und nachbarschaftliche Unterstützung. 

Finanzierung: 

Für die Erringung der oben beschriebenen Leistung beantragen wir ein Entgelt in Höhe von 5000,– Euro, anteilig zu den Gesamtkosten aller Veranstaltungen. 

Berlin, den 12.01.2020

Andreas Gerts | Thomas Leisner

Dorfplatz POP

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