Förderung des Jugendamtes

Unser Antrag von Anfang 2021 beim Jugendamt Pankow für Projekte im Rahmen der Fallunspezifischen Arbeit, der letztlich nach den guten Erfahrungen in diesem Jahr mit mit über 6000 Euro Förderung für das ganze Jahr bewilligt wurde, indem Mittel der Region West und überregionale Mittel über zwei separate Anträge kombiniert wurden.

Unpluggedival – das lokale Festival:

Unpluggedival | Veranstaltungen im Florakiez im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Kultur/Freizeit: Unpluggedival – das lokale Festival, Konzertreihe Unpluggedival de Luxe, Unpluggedival Caroussel, Unpluggedival Open Air

Angefragt als Schirmherrin ist wieder Rona Tietje, Bezirksstadträtin für Jugend, Wirtschaft und Soziales

Geplante Laufzeit:

1.3.2021 bis 30.11.2020, es sind mehrere Termine und Veranstaltungen geplant. 

Geplante Termine:

  • Unpluggedival de Luxe am 16.2., 16.3., 20.4., 18.5., 15.6.2021 in Kooperation mit dem Zimmer 16
  • Unpluggedival Talk am 18.6.2021 mit einer Podiumsdiskussion und einem Konzert zum Thema „Familie und Kultur in Zeiten einer Pandemie im Kiez“ 
  • Unpluggedival Open Air zur Fête de la Musique am 19. und 20.6.2021, Flora- Ecke Görschstraße (als Koop.-Partner erneut angefragt ist die Fête de la Musique – Company / Musicboard / Senatsverwaltung für Kultur und Europa)
  • Unpluggedival de Luxe am 20.7., 17.8., 21.9., 19.10.2021 in Kooperation mit dem Zimmer 16.
  • Unpluggedival – das lokale Festival vom 29.10. bis 31.10.2021, im ganzen Kiez, an bis zu 20 Orten bzw. in Geschäften im Florakiez, mit 150 Musikern*innen aus Berlin-Pankow, aus Berlin und anderen Ländern
  • Unpluggedival Caroussel am 16.11.2021 an 5 Orten im Kiez mit anschließendem Jahresabschlussfest

Die Idee dahinter: 

In Zeiten einer Pandemie ist es trotzdem wichtig, Musik und Kultur für Familien zu ermöglichen, mit Hygieneschutzkonzepten, den AHA+L-Regeln und angepasst an die jeweils geltenden Verordnungen sowie an das Infektionsgeschehen. Veranstaltungen wie das Unpluggedival wurden bisher ermöglicht durch das Engagement und durch die Förderung Einzelner, durch die Bereitschaft Vieler, ohne Festgagen aufzutreten, und durch die Gastfreundschaft der Veranstaltungsorte.

Wir wissen, dass Musik ein Geschäft ist. Wir wissen auch, dass es einen Diskurs gibt: Berufsmusik und der „der Wert der Musik und des Spielens“ versus „Musik ohne Festgagen“, gegen Spenden, für ein Essen, für Getränke und für „einen schönen Abend“. Wir nehmen diesen Diskurs an. Wir haben gute Gründe dafür: Musik ist immer wertvoll, egal wie gut oder nicht (gut) bezahlt. Musik ist eigentlich unbezahlbar: … für den Augenblick, wenn sich jemand beim Zuhören einfach mal kurz gut aufgehoben fühlt, … wenn ein Rhythmus vielleicht auch nur für wenige Takte die Lasten des Alltags trägt, … wenn sich Gesang und Gitarre, Klavier und Stimme, Bassist und Drummer, oder Geige und welches Instrument auch immer für einen Augenblick ineinander verlieben, weil sie sich gespielt und gehört fühlen, … wenn sich alle einfach mal zuhören, zur Ruhe kommen und mit sich und der Musik sind.

Wir wollen das bisher Erreichte im Kiez, in „unserem Dorf“ für Familien, für den Einzelhandel und für Musiker*innen etablieren. Zugänglich machen. Nachwuchs fördern. Kontakte, Bühnen und Begegnungen, Augenblicke und Frieden schaffen. Unter „gesunden“ Bedingungen: wir haben für alle Veranstaltungen ein Pandemie-Konzept und die Erfahrungen aus 2020, außerdem dank der Unterstützung aus 2020 einiges an „Hardware“ für Musik in Zeiten von Corona, z.B. Spuckschutz-Aufsteller und Equipment für das Streamen von Konzerten.

Zielstellungen: 

Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhaltes, des Kiezes und von Familien auf „ihrem Dorfplatz“ in der großen Stadt; Förderung lebensweltlicher Ressourcen im Kiez; Vernetzungsarbeit im Kiez; Vereinbarkeit von Familie und Freizeit / Kultur („Ausgehen vor der Haustür, ermöglicht durch die Mitnahme von Kindern bzw. temporäre Kinderbetreuungsangebote); nachbarschaftlich und familientaugliche Veranstaltungen mitten im Kiez, an unterschiedlichen Orten im Kiez, teilweise bekannt, teilweise überraschend unbekannt in diesem Kontext.

Zielgruppen:

  • Orga-Team: wir binden rund 30 Nachbarinnen und Nachbarn sowie 20 Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und lokale Institutionen in die Organisation und Durchführung der verschiedenen Veranstaltungen mit ein.
  • Musiker*innen aus dem Kiez und aus anderen Stadtteilen: es gibt eine Vielzahl von Nachbarinnen und Nachbarn, die als Amateure Musik machen. 
  • Zusammen mit professionellen Musiker*innen auch aus anderen Stadtteilen und sogar Ländern bestreiten sie die Konzerte im Rahmen der erschiedenen Veranstaltungsformate. 
  • Die musizierenden Nachbarinnen und Nachbarn sind zwischen 5 (Kinderchor im Stadtteilzentrum Pankow) und 80 Jahre alt. 
  • Wir planen insgesamt über das Jahr mit rund 300 Menschen, die die Bühnen und Orte im Kiez füllen, haptisch oder online. 
  • Familien aus dem Kiez und Gäste aus anderen Stadtteilen: ausgehen „vor der Haustür“ geht für Familien vor allem dann, wenn man Kinder hat, die entweder gut betreut werden können oder aber mitkommen können. 
  • Wir ermöglichen beides und rechnen für alle Veranstaltungen mit vielen Teilnehmer*innen/Besucher*innen über das Jahr gesehen, soviel, wie in der Pandemie geht. 
  • Pankow ist vielfältig und bunt, daher laden wir auch Musiker*innen aus anderen Ländern ein, bei uns zusammen zu kommen, Musik zu machen und sich in unserem Kiez zu treffen.

Kooperationen: 

  • GESOBAU-Stiftung, in Bezug auf flexible Kinderbetreuungsangebote
  • Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Florakiez
  • Lokale Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und Bewohnerinnen und Bewohner, z.B. Café Paula, Brafinette, Kiezkinder, Floragarten, Blumenkönigin, Sängerheim Freier Geist, Buchsegler, Die Eiche, ISO 25, Fastenfreude, Wohnhaus Görschstr. 48 u.a.
  • JUP e.V., Zimmer 16, Theater BOKA, Stadtteilzentrum Pankow
  • Delicious Drums Studio
  • graphscape.com
  • Lokales Bündnis für Familie Pankow
  • Fête de la Musique Company / Musicboard / Senatsverwaltung für Europa und Kultur 
  • Kooperationen finden außerdem mit lokalen Sponsoren aus dem Kiez wie RÖWA – die Bettenmacher und Von Poll Immobilien und statt.

Aktivitäten:

  • Unpluggedival de Luxe – die Konzertreihe: an 10 Terminen im Zimmer 16
  • Unpluggedival Talk, Podiumsdiskussion und Konzert: am 18.6.2021
  • Unpluggedival Open Air mit einer Open-Air-Bühne für Bands mitten im Kiez sowie einer Singer-/Songwriter-Bühne: am 19. und 20.6.2021
  • Unpluggedival – das lokale Festival an 20 Orten im Kiez: vom 29.10. bis 31.10.2021

Arbeitsschritte:

  • Februar 2021: Zusammenstellen des ehrenamtlichen Helfer-Teams für die Veranstaltungen und Aufruf an Musiker*innen zum Mitmachen und Bekanntmachung der geplanten Veranstaltungen, Absprachen mit Einzelhändler*innen, Kooperationspartner*innen und Antragstellungen für Genehmigungen an relevante Behörden und Lizenzgeber*innen (u.a. Straßenverkehrsbehörde, Lebensmittelaufsicht, Emissionsschutz, GEMA, Fête la Musique – Company) unter Berücksichtigung des Hygieneschutzkonzeptes 2021
  • März 2021: Erstellung eines PDF-Manuals für Helfer*innen, Musiker*innen und teilnehmende Orte zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen bzw. des Unpluggedival
  • März bis Juni 2021: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung der Konzertreihe Unpluggedival de Luxe in den Monaten Februar bis Juni 2021 mit den Vorbereitungen zur Fête de la Musique; parallel dazu Organisation und Vorbereitungen zum Unpluggedival
  • Juli bis August 2021: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung der Konzertreihe Unpluggedival de Luxe in den Monaten August bis Oktober 2021; parallel dazu Organisation und Vorbereitungen zum Unpluggedival im Oktober 2021
  • September bis November 2021: Verzahnung der Vorbereitungen und Durchführung des Unpluggedival
  • November 2021: Abrechnung und Dokumentation aller Veranstaltungen in Wort und Bild, Nachfrage und Ratings / Bewertungen durch alle Teilnehmer*innen, Erstellung einer Zusammenfassung
  • Grundsätzlich sind in allen Monaten Februar bis einschließlich November monatliche Team- bzw. Helfer*innen-Treffen geplant, bzw. diese werden angeboten

Zu erwartende Ergebnisse:

Zu erwartende Ergebnisse, vor allem auch über den Zeitraum der Finanzierung hinaus sind die Ermöglichung von Musik und Kultur in Zeiten einer Pandemie, Sammlung weiterer Erfahrungen im Umgang mit Hygieneschutzkonzepten, Verordnungen und dem Verhalten aller Beteiligten. 

Darüber hinaus Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts, auch unter Aspekten der Diversität, der Inklusion und der Akzeptanz von verschiedenen Kulturen, Gebräuchen und Gedanken Aufzeigen von Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Freizeit/Kultur Akzeptanz von Live-Musik im Kiez, drinnen und draußen. 

Weitere Kooperationen im Kiez, u.a. unter Einbezug des Einzelhandels, deren Menschen und Familien oft selbst Musik machen. Verabredungen unter den Musiker*innen zum Musizieren. Verabredungen unter den Familien für Treffen und nachbarschaftliche Unterstützung.

Finanzierung:

Für die Erbringung der oben beschriebenen Leistung beantragen wir ein Entgelt in Höhe von: 8295,40 Euro, anteilig zu den Gesamtkosten aller Veranstaltungen.

Berlin, den 02.01.2021

Andreas Gerts | Thomas Leisner

Dorfplatz POP

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